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Sicherheitstraining bei schlechtem Wetter?

Sicherheitstraining bei schlechtem Wetter? published on 1 Kommentar zu Sicherheitstraining bei schlechtem Wetter?

„Aus gegebenem Anlass, möchten wir ….“ So fangen in der Firma meist Rundschreiben an, wenn mal wieder irgendwo was schief gelaufen ist.

Im aktuellen Fall ist zwar nichts schief gelaufen, trotzdem möchte ich diesen Satzbeginn nutzen, um die Antwort zu der in diesem Jahr im Vorfeld der Trainings gehäuft aufgetretenen Frage „Das Wetter soll am Wochenende schlecht werden. Findet dann das Training statt?“ zu betrachten.

Wetter

Also: Aus gegebenem Anlass möchte ich heute zu der Frage von Trainingsteilnehmern „Das Wetter soll am Wochenende schlecht werden. Findet dann das Training statt?“ ein paar Gedanken loswerden.

Was bewegt jemanden sich für ein Sicherheitstraining anzumelden? Sie/Er möchte sich doch auf Situationen vorbereiten, die bei der Fahrt mit dem Motorrad brenzlig sein könnten. Die Sicherheitsreserven ausbauen, einen besseren Umgang mit dem Motorrad erreichen, sich kritischen Situationen stellen – das ist doch eine der wesentlichen Motivationen am Training teilzunehmen.

Zugegeben, von schlechtem Wetter – Regen, Kälte, starker Wind, Nebel – bin ich auch nicht begeistert. Ein Training bei 15°C und Sonnenschein ist schon sehr angenehm. Alle Übungen laufen prima ab.
Auf die Teilnehmerfrage „Was muss ich denn machen, wenn die Straßen nass sind?“ gibt es meist die (hier verkürzte) Antwort „Im Wesentlichen nichts. Nur ein bisschen mehr Gefühl beim Bremsen und Gasgeben sowie die Kurven mit weniger Schräglage durchfahren. Kurvenlinie und Blickführung bleiben gleich.“ Das ist aber nur die Theorie. Aus dieser, nicht selten gestellten, Teilnehmerfrage ist ersichtlich, dass schlechtes Wetter – in diesem Fall Regen – durchaus als kritische Situation gesehen wird. Warum denn dieses nicht auch mal in der Praxis ausprobieren? Evtl. sogar unter Anleitung und Aufsicht bei einem Sicherheitstraining?

Ich möchte damit anregen sich mit dem Gedanken zu befassen, das schlechte Wetter als gutes Wetter im Sinne von Trainingsbedingungen und dem eventuell damit verbunden größeren Trainingserfolgt zu sehen. Wer es im Nassen geschafft hat schafft es in jedem Fall auch im Trocknen.

Aus diesem Grund werde ich die Trainings bei (fast) allen Wetterbedingungen durchführen. Extreme Bedingungen, wie wir sie auch in diesem Jahr wieder in Teilen Deutschlands erlebt haben, werden sicherlich zur (kurzfristigen) Absage oder zum Abbruch des Trainings führen. Das hat dann auch nichts mehr mit den im Abschnitt vorher beschriebenen „guten“ Trainingsbedingungen zu tun.

Somit last uns die „normalen“ schlechten Bedingungen zum Freund machen und sie richtig nutzen.

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